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Autor Thema: Verdacht A-Typische Autismus - Hilfe benötigt  (Gelesen 447 mal)

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Offline cmama

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  • Art des Autismus: Atypischer Autismus
Verdacht A-Typische Autismus - Hilfe benötigt
« am: 03. März 2017, 10:36:54 »
ich habe dieses Forum über Google entdeckt und hoffe hier hilfe oder
hilfereiche Tipps zu bekommen.

Zu unserer Vorgeschichte, C. (m) ist fast 8 Jahre alt.
Im Kindergarten fiel bereits auf das er anders ist als seine Kameraden.
Seine bisherige Entwicklung war altersgerecht, mit Ausnahme der Sprachent-
wicklung. Er verweigerte jegliche Stuhlkreisgeschichten, singen und alles
was sein sein "empfindliches" Gehör störte.
Wir machten eine Logotherapie, Verdacht auf Auditative Wahrnehemesstörung ->
Pädaudiologe -> keine Auditative Wahrnehmesstörung, ADS sollte es sein. Ergotherapie folgte.
Die Auffälligkeiten wurden immer massiver - grade im sozialen Umgang.
2015 Einschulung in eine Regelgrundschule -> Rückstufung, nach einer Woche Schule,
in den Schulkindergarten. Wenig kinder (so um die 12 ca.) plus zwei Lehrkräfte.
Dort fiel auf das C. immer dann große Probleme hat wenn etwas anders als gewohnt war,
z.B. neue Mitschüler, Geburtstagsfeiern usw. alle Dinge die seinen gewohnten Tagablauf
störten. Ein Fördergutachten wurde erstellt, kurz vor den Sommerferien 2016. Störung im
Emotional-, Sozialem Bereich. Ein I-Helfer wurde empfohlen.
Ohne Diagnose kein I-Helfer. Lange warteten wir auf einen Termin bei einer
Kinder- und Jugendpsychologin hier in der Stadt. Zwischenzeitlich fiel erstmals der
Begriff Autismus.
Seit etwas über einem Jahr macht er eine Therapie im Autismuszentrum.

Für C. folgte nach den Sommerferien und erneuter Einschulung ein Schreckliches
Schuljahr, mit etlichen Suspendierungen und schließlich einem Schulverweis einen Tag vor den
Weihnachtsferien.
Dies stürzte Ihn in einen tiefe Krise. Niemand riet uns unserer Kind auf eine
Förderschule zu schicken oder überhaupt einmal darüber nach zu denken.
Ich muss dazu sagen das wir hier im Umkreis keine FS im ES Bereich haben.
Die nächste ist ist ca. 30 km entfernt.
Wir sprachen erneut mit der Schulleitung, die ja mittlerweile eigentlich nicht
mehr zuständig war - wir drängten auf einen Übergang in eine Förderschule. Der schulverweis
wurde nach Rücksprache des zuständigen Schulamtes erstmal auf Eis gelegt, mit dem Hinweis
das dieser, sollte es erneut zu Zwischenfällen kommen, wieder hervorgeholt werden kann.
Wir einigten uns darauf C. nur 2 std. pro Tag beschulen zu lassen um das Risiko so gering wie
möglich zu halten, kurze Zeit später kam dazu das er nicht mehr zur Schule geht wenn
seine Lehrerin krank ist, Vetretunglehrer aktzeptierte C. nicht.

Nach einem erneuten Zwischenfall geht C.seit nunmehr zwei Wochen gar nicht mehr zur Schule.
Das Jugendamt ist der Meinung da er ja sowieso bald auf eine andere Schule geht könnte man ihm den
Streß ersparen.
Allerdings nach zwei Probetagen in der hoffentlich neuen Schule, habe ich kein gutes Gefühl
das er dort überhaupt genommen wird (private Schule) wir warten noch auf die Ab-, bzw. Zusage.

Am vergangenen Montag hätten wir die Diagnose bekommen sollen.
Sie tendiert zum Atypischen Autismus will sich aber noch nicht festlegen.
Sicher ist eine ES-Störung, wir müssten abwarten was die Zeit bringt. Allerdings
ohne weitere Stunden. C. verweigerte Teile der diagnostischen Tests.

Wir sind verzweifelt und hilflos, wir gehen auf dem Zahnfleisch weil wir nicht wissen wie es weiter geht
und was wir machen können. wir treten seit 1,5 Jahren auf der Stelle und kommen kein Stück vorran.
Immer bekommt man gesagt warten sie doch einfach ab, aber keinen interessiert es das es kostbare
Zeit für C. ist.

Natürlich kann ich gerne mehr zu seinen Besonderheiten schreiben, wenn gewünscht.

Wo können wir Hilfe bekommen?
Wem geht/ging es ähnlich und was habt ihr noch gemacht?

Bitte seid so nett und teilt mir doch einfach eure Gedanken dazu mit und wenn es nur einen
neuen Denkanstoss gibt ist uns auch schon geholfen - das denken fällt schwer, der Kopf ist voll.

Vielen Dank!

Liebe Grüße

C's Mama
« Letzte Änderung: 03. März 2017, 10:50:35 von cmama »

Offline Bianka

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  • Art des Autismus: Asperger & Kanner
Re: Verdacht A-Typische Autismus - Hilfe benötigt
« Antwort #1 am: 03. März 2017, 11:37:58 »
C´s Mama  *kn *kn

alle unsere Kinder haben ihre "Besonderheiten" und wenn ich das bei dir so lese kommen mir echt die Erinnerungen hoch, was wir ein Theater mit unseren zwei kleinen hatten. Julian bekam für jeden Mist Schulverweise.
Sie gehen nun auf eine andere Förderschule und es tut ihnen sichtlich gut!
Die Klassen dort sind mit 8 bis maximal 12 Kinder auf 3 Lehrer oft besser und intensiver wie eine Regelschule mit 25- 30 Kinder auf 1 Lehrkraft. Der Personalschlüssel ist einfach anders.

Mein Tipp:

I Kraft
AOSF beantragen
Beratungsgespräch bei der Lebenshilfe/ Jugendamt zur weiteren Förderung
Sich die Förderschulen einfach mal unverbindlich anschauen.
Mutter von 3 Autistischen Kindern


"Achtung"
Aufgrund von Erkrankung und vielen Behördengängen bin ich vorerst weniger im Forum.
Bei wichtigen Fragen bitte PM an mich, ich werde dann via Email auf mein Handy benachrichtigt.

Offline cmama

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  • Art des Autismus: Atypischer Autismus
Re: Verdacht A-Typische Autismus - Hilfe benötigt
« Antwort #2 am: 03. März 2017, 13:39:36 »
Danke für deine Antwort, Bianka :)

AOSF haben wir bereits.

I-Helfer - genau da liegt unser Problem, ohne Diagnose keinen I-Helfer und wir haben eben keine gesichterte Diagnose.

LG

Offline Melle

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  • Art des Autismus: Frühkindlicher Autismus
Re: Verdacht A-Typische Autismus - Hilfe benötigt
« Antwort #3 am: 03. März 2017, 21:32:46 »
Hi, oh Mann... Ich weiß nicht sicher ob ich euch einen guten Tipp geben kann, aber wir haben auch einen Ärzte-  Maraton bis zu der- für uns nachvollziehbaren- Diagnose hinter uns gebracht. Geholfen hat uns dann ein Kinderneurologisches Zentrum in dem es eine Eltern-Kind-Station gab. Dort wurden wir zur Diagnostik 1 Woche stationär aufgenommen (die ganze Familie, inkl. Der Geschwisterkinder könnten stationär dabei sein). Es wurde ein Ärzte- und Therapeuten-Team, zusammengestellt auf Basis der von uns geschilderten Auffälligkeiten in den Vorgesprächen, die haben sich dann täglich bis max. 16.00 Uhr mit uns intensiv (abwechselnd) befasst. Mal zusammen, mal Nino alleine... Auf der Station gab es Kinderkrankenschwestern die u.a. die Aufgabe hatten uns im "Alltag" zu beobachten und aufgrund aller Ergebnisse wurde die Diagnose erstellt. Vorteil war, Nino hatte etwas Zeit dich an die Situation zu gewöhnen, ich konnte ihm einen sicheren Rückzugsort dort schaffen und unsere Alltagsschwierigkeiten haben sich auch im Laufe der Woche gezeigt. Die Diagnose war für uns das erste Mal nachvollziehbar und als uns alles erklärt wurde haben wir das erste Mal unser Kind in den Schilderungen wieder erkannt, es gab keinen fehlinterpretierten Fragebogen mehr. Alles wurde von der Krankenkasse übernommen. Läuft mit Überweisung vom Kinderarzt... Auch jetzt machen wir diese Woche noch regelmäßig um die Entwicklung checken zu lassen. Wegen der Schule wurde uns damals  Hilfe angeboten, allerdings war es für uns schon klar welche Schule (Förderschule mit Schwerpunkt GB) Nino besuchen wird. Jetzt kommt der "vielleicht" Haken, wir kommen aus einer ganz anderen Ecke (wir waren in Bonn) und ich habe keine Ahnung ob es in eurer Ecke etwas ähnliches gibt, aber da könnte euch euer Kinderarzt ja sicher weiter helfen. Glg und ganz viel Kraft
1 Sohn- geb. 12.2005-
frühkindlicher Autismus und Absencen-Epilepsie

 

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