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Autor Thema: Neue Informationen zum Thema Inklusion  (Gelesen 813 mal)

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Offline Bianka

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Neue Informationen zum Thema Inklusion
« am: 12. Oktober 2013, 12:23:12 »
Ich bin ja Mitglied bei der Landeselternschaft der Förderschulen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung NRW e.V.
Ich habe vor ein paar Tagen Post bekommen mit einigen neuen Informationen zum Thema Inklusion was ich euch gerne mitteilen möchte.


Auszug:

Schüler mit Behinderung bei Inklusion mitnehmen



Im Mai 2011 trafen sich 40 engagierte Eltern in Dortmund zur Gründungsversammlung der Landeselternschaft der Förderschulen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung NRW e.V.

Jetzt, ein Jahr später, ist die Landeselternschaft in die Liste der Verbände und Organisation zur formalen Mitwirkung im Ministerium (§ 77 SchulG NRW) aufgenommen worden.

Im Mai dieses Jahres fand das erste Sondierungsgespräch zwischen Vorstandsmitgliedern und dem Arbeitskreis Inklusion im Schulministerium in Düsseldorf statt.

Der Elternverein will sicherstellen, dass auf dem Weg der schulischen Inklusion gerade von Schülerinnen und Schülern mit einer geistigen Behinderung, ohne Einschränkung der speziellen Förderung, mitgenommen werden. So plädiert die Landeselternschaft zum Beispiel dafür, zuerst Förderschulen für Schülerinnen und Schüler von allgemein bildenden Schulen zu öffnen, statt anders herum.Gesprächskreis Inklusion

Nach der Sommerpause wird im Oktober in Düsseldorf auf Initiative des Ministeriums ein weiteres Treffen des Gesprächkreises Inklusion zusammen mit Vertretern kommunaler Spitzenverbände, Förderschulträgern und andere Interessengruppen stattfinden. Auch unser Verein wird teilnehmen. Es wird problematisch sein, sich in einer solch großen Runde von ca. 160 Teilnehmern, ausreichend Gehör zu verschaffen, deshalb wird unser Verein, die Gelegenheit wahrnehmen

 
schriftlich zu einem Referentenentwurf Stellung zu beziehen

und
eine größmögliche Mitgestaltungsmöglichkeit einzufordern

um
die notwendige sonderpädgogische Förderung für unserer Kinder in dem notwendigen Rahmen bedarfsentsprechend zu erhalten
Gemeinsamer Unterricht ist nicht zum Spartarif zu haben
Erstes Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrchtskonvention in den Schulen (9. Schulrechtsänderungsgesetz)

Dieser Referentenentwurf liegt den schulischen Verbänden und Organisationen seit 18. September vor.

HIntergrund des Referentenentwurfs ist die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, die nach der Ratifizierung durch Deutschland im Jahr 2009 für Bund, Länder und Gemeinden völkerrechtlich verbindlich ist. Das Land Nordrhein-Westfalen ist verpflichtet, die in Artikel 24 der Behindertenrechtskonventioon enthaltenen vertraglichen Bestimmungen zur inklusiven Bildung in Landesrecht umzusetzen.

 

Das Gesetz sieht vor, dass Schüler und Schülerinnen mit Behinderung grundsätzlich in allgemeinen Schulen unterrichtet werden sollen. Es soll den Eltern freistehen, ihr Kind weiterhin in einer Förderschule unterrichten zu lassen.

 

Eckpunkte des Gesetzes
Beginnend im Schuljahr 2013/2014 soll allen Schülern mit Behinderungen mindestens ein Platz an einer allgemeinen Schule angeboten werden mit der 1. Klasse der Grunschule und der 5. Klasse in einer weiterführenden Schule
Die Landesregierung betont, keine Abschaffung der sieben Formen der Förderschulen
Eine Öffnungsklausel erlaubt es aber den Kommunen, selbst zu entscheiden, ob sie auf Förderschulen im Bereich Lern- und Entwicklungsstörungen verzichten wollen, u.a. könnte dies für Eltern behinderter Kinder bedeuten, eine geeignete Förderschule in ihrer Nähe zu finden
In aller Regel entscheiden künftig die Eltern, ob ihre Kinder auf sonderpädgaogischen Förderbedarf untersucht werden
Die Schulen dürfen dies in Ausnahmefällen, wenn absehbar ist, dass das Kind nicht in der Lage ist, ohne spezielle Förderung den angestrebten Schulabschluß zu erreichen


Finanzierung - keine Inklusion zum Spartarif

Das Angebot des gemeinsamen Lernens kann ein Schulträger nur in Ausnahmefällen verweigern. Im Schulentwicklungsplan wird betont, dass Schulen verpflichtet sind, inklusive Angebote zu errichten.

Das Land NRW greift unterstützend ein, in dem es Lehrerstellen zur Verfügung stellt. Diese sollen aber kein zusätzliches Geld kosten, sondern dadurch finanziert werden, dass durch sinkende Schülerzahlen Stellen frei werden.

Quelle und kompletter Text sind unter http://landeselternschaft-fsge-nrw.de/aktuelles/ zu finden. Auf der Seite gibt es Aktuelles via PDF zum laden ;)
« Letzte Änderung: 12. Oktober 2013, 12:25:24 von Bianka »
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Offline Bianka

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Re: Neue Informationen zum Thema Inklusion
« Antwort #1 am: 21. Februar 2014, 11:40:56 »
http://www1.wdr.de/radio/nachrichten/wdr345/radiohomepage72084.html

Das Land NRW will Kommunen mit mehr als 100 Mio. Euro unterstützen, d. h., dass damit Schulbegleiter, Umbauten an Schulen, im Rahmen der Inklusion finanziert werden sollen. Das ist für einen Übergangszeitraum von 5 Jahren der Fall, soweit ich weiß.
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Offline Moe

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Re: Neue Informationen zum Thema Inklusion
« Antwort #2 am: 21. Februar 2014, 12:33:25 »
http://mobil.ksta.de/politik/-inklusion-in-nrw-verbaende-wollen-gegen-land-klagen,23742720,26258622.html

Schon nicht mehr aktuell, die Verbände sind sich uneins und wollen klagen, da sie die Vereinbarung mit dem Land NRW nicht unterschreiben wollen. Grund ist zum einen, dass das Land einen Freibrief möchte, um aus der Finanzierung heraus zu kommen. Soll heißen, sie wollen von den Kommunen die Unterschrift, dass das Land NICHT für die Finanzierung zuständig ist. Auf kommunaler Seite kommt dazu, dass angeblich zu wenig Geld für Schulbegleiter in dem topf ist.

Wenn man mich fragt ist das unhaltbar, da das auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird und durch eine Klage der jetzige Zustand noch weiter verschlimmert wird.
« Letzte Änderung: 21. Februar 2014, 12:35:56 von Moe »
Et kütt wie et kütt ...

 

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