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Autor Thema: Checkliste Früherkennung der Autistischen Störung  (Gelesen 1489 mal)

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Offline Bianka

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Checkliste Früherkennung der Autistischen Störung
« am: 26. Juni 2013, 18:13:48 »

So habe hier etwas gefunden, was evtl. Interessant sein könnte.
Ist vom Verein Autismus Magdeburg.
Eine Art Checkliste worauf man bei den U Untersuchungen achten sollte.



Früherkennung der autistischen Störung
Das Original finden Sie auf der Seite des Regionalverbandes Weser-Ems .

 
Schwierigkeiten bei der Früherkennung

Obwohl die Eltern frühestens am Ende des 1. Lebensjahres, meist aber im Verlauf des 2. Lebensjahres (wenn die Sprachentwicklung ausbleibt) das Verhalten des Kindes als ungewöhnlich/auffällig registrieren, beginnen spezielle Fördermaßnahmen für diese Kinder und Hilfen für die Eltern im Allgemeinen selten vor dem 5. Lebensjahr. Bis dahin ist aber eine wichtige, wenn nicht sogar entscheidende Phase der Entwicklung der Kinder ohne therapeutische Einwirkung in einer durch die Behinderung vorgegebenen Weise verlaufen.

Die Ursachen dafür, dass die autistische Störung erst so spät erkannt und diagnostiziert wird, könnte durch ein Zusammentreffen verschiedener Faktoren zu erklären sein:

In den Früherkennungsuntersuchungen (U1 - U8) sind keine Items enthalten, die auf die autistische Störung hindeuten.
Die ärztlichen und sozialen Dienste sind gegenwärtig noch nicht ausreichend über die Früherkennungsmerkmale der autistischen Störung informiert. Die gebräuchlichen Materialien reichen für die Früherkennung dieses Störungsbildes nicht aus.
Die autistische Störung kommt vergleichsweise selten vor.
Die Behinderung ist den Kindern äußerlich im allgemeinen nicht anzusehen. Sie sehen manchmal sogar ausgesprochen hübsch aus und haben keine auffälligen körperlichen Behinderungen. Die besorgten Eltern werden daher of als «überängstlich» bezeichnet, «beruhigt» und «vertröstet».
Manche Ärzte haben, obwohl sie Auffälligkeiten sehen, Bedenken, sich (und damit das Kind) zu früh auf die Diagnose «autistische Störung» festzulegen.
Der Begriff «Autismus» wird immer noch zu ungenau verwendet. Es werden verschiedene Definitionen benutzt. Die beobachteten Merkmale werden anderen Krankheitsbildern zugeordnet.

 

Notwendigkeit der Früherkennung

Das Krankheitsbild ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kinder sich infolge der nicht adäquaten Wahrnehmungsverarbeitung von Personen und auch von dinglichen Reizen (z.B. Spielangeboten) zurückziehen, sich «abkapseln», kaum imitieren, daher auch wenig neue Informationen aufnehmen, ein bizarres «typisch autistisches» Verhalten entwickeln und immer mit denselben Gegenständen oder Körperteilen stereotyp umgehen. Sie werden wenig durch (neue) Reize der Umgebung stimuliert, sie erkunden diese wenig und häufig stimulieren sie sich auf eine einfache, stereotype Weise. Obgleich sie sich bei geeigneter Therapie weiterentwickeln könnten, erhalten sie daher in den für die Entwicklung entscheidenden Lebensjahren eine sekundäre Schädigung, die bei früh einsetzenden Therapiemaßnahmen abzumildern wäre.

Checkliste für die Vorsorgeuntersuchungen U1 - U5
0. - 7. Monat


Merkmale zur Früherkennung

Die unter Oberbegriffen aufgeführten Einzelmerkmale müssen nicht alle vorhanden sein, zum Teil schließen sie sich sogar aus. Es gilt jedoch, dass je mehr Merkmale (in allen Bereichen) gefunden werden, desto eher sollte an das Vorliegen einer autistischen Störung gedacht werden.

Wahrnehmung/Sozialverhalten

schreit länger, ohne dass die Eltern dies als eindeutiges Signal für einen Zustand (z.B. Hunger, Schmerz) werten können
verhält sich extrem ruhig, meldet sich wenig
lächelt oder lacht nicht, wirkt wie ein «ernstes» Kind
reagiert nicht auf die Mutter, streckt ihr nicht die Arme entgegen
lehnt sich nicht mit dem Kopf an
wirkt zufrieden, nimmt von sich wenig oder keinen Kontakt auf

Motorik

macht sich steif beim Hochheben
macht sich sehr schlaff auf dem Arm
dreht sich weg, wenn eine Person das Kind hält

Sprache

lallt nicht
bildet keine Silben (z.B. ga ga ga)
macht vorgesprochene Laute oder Silben nicht nach (keine verbale Imitation)

Ess-/Trinkverhalten

saugt oder trinkt nicht richtig
hat spezielle Ess-/Trinkvorlieben bzw. -gewohnheiten
verweigert Speisen

Checkliste für die Vorsorgeuntersuchung U6
10. - 12. Monat


Merkmale zur Früherkennung

Die unter Oberbegriffen aufgeführten Einzelmerkmale müssen nicht alle vorhanden sein, zum Teil schließen sie sich sogar aus. Es gilt jedoch, dass je mehr Merkmale (in allen Bereichen) gefunden werden, desto eher sollte an das Vorliegen einer autistischen Störung gedacht werden.

Wahrnehmung

kratzt oder schabt auf Oberflächen
beleckt Gegenstände
verhält sich extrem ruhig, meldet sich wenig
reagiert nicht auf laute Geräusche, wirkt wie taub
reagiert überempfindlich oder ängstlich auf Geräusche (z.B. Staubsauger)
kann sich nur schwer im Raum orientieren

Sozialverhalten

schreit oder weint lange und läßt sich nicht beruhigen
spielt nicht kreativ mit Spielzeug
untersucht Spielzeug nicht
schaut Personen nicht an
lehnt sich nicht mit dem Kopf an
vermeidet Blickkontakt
lächelt oder lacht nicht, wirkt wie ein «ernstes» Kind
nimmt von sich aus keinen oder wenig Kontakt zu Bezugspersonen auf
macht Verhalten von Personen nicht nach (keine motorische Imitation)
zieht sich zurück, wenn Bezugsperson keinen Kontaktversuch macht

Motorik

schaukelt oder wiegt sich hin und her
macht sich steif beim Hochheben
macht sich sehr schlaff auf dem Arm
dreht sich weg, wenn eine Person das Kind hält
sitzt oder krabbelt nicht oder verspätet
bildet keine Silben (z.B. ga ga ga)
macht vorgesprochene Laute oder Silben nicht nach (keine verbale Imitation)
wiederholt Wörter oder Wortreste ohne erkennbaren Sinn
spricht immer wieder gleiche Laute
benutzt Worte nicht um Personen etwas mitzuteilen
benutzt keine oder wenig sprachbegleitende oder ersetzende Mimik oder Gestik

Ess-/Trinkverhalten

saugt oder trinkt nicht richtig
hat spezielle Ess-/Trinkvorlieben bzw. Ess-/Trinkgewohnheiten
verweigert Speisen

Checkliste für die Vorsorgeuntersuchung U7
21. - 24. Monat

Merkmale zur Früherkennung

Die unter Oberbegriffen aufgeführten Einzelmerkmale müssen nicht alle vorhanden sein, zum Teil schließen sie sich sogar aus. Es gilt jedoch, dass je mehr Merkmale (in allen Bereichen) gefunden werden, desto eher sollte an das Vorliegen einer autistischen Störung gedacht werden.

Wahrnehmung

kratzt oder schabt auf Oberflächen
tastet oder klopft anhaltend an Gegenständen
sieht lange auf bestimmte Muster (z.B. Tapeten)
bewegt Gegenstände wiederholt vor dem Gesicht hin und her
lauscht auf spezielle Geräusche (wie Rascheln, Zischen, Rauschen, Surren)
«überhört» andere (leise oder laute) Geräusche, wirkt wie taub
reagiert überempfindlich oder ängstlich auf Geräusche (z.B. Staubsauger)
kann sich nur schwer im Raum orientieren
bleibt an Raumgrenzen (z.B. Teppichkante) stehen

Sozialverhalten

spielt nicht mit Gleichaltrigen, Geschwistern oder Eltern
sieht an Personen vorbei oder scheint durch sie hindurchzusehen
auffälliger Blickkontakt: wenig oder sehr kurz, oder lange und starr, selten direkt, meist peripher
kann Körperkontakt nur zulassen, wenn es Dauer und Art kontrollieren kann, wehrt Kontakt sonst ab
schreit oder weint lange und läßt sich nicht beruhigen
kein oder ungewöhnliches Verlangen nach Trost in Situationen seelischer Not
nimmt von sich aus keinen oder wenig Kontakt zu Bezugspersonen auf, scheint mit sich selbst zufrieden zu sein
macht Verhalten von Personen nicht nach (keine motorische Imitation)
zieht sich zurück, wenn Bezugsperson keinen Kontaktversuch macht
lächelt oder lacht nicht, wirkt wie ein «ernstes» Kind

Motorik

sitzt oder krabbelt nicht oder verspätet, beginnt verspätet mit dem Laufen
bewegt stereotyp bestimmte Körperteile und Gegenstände, manchmal sehr geschickt
hat einen auffälligen Gang
verdreht Augen, Finger, Hände, Hals
wedelt mit den Armen, Händen, Tüchern, Bändern o.ä.

Sprache

spricht (immer noch) nicht
hört nach Sprechbeginn allmählich wieder auf
wiederholt Wörter oder Wortreste ohne erkennbaren Sinn
produziert stereotyp immer gleiche Laute oder Töne
benutzt Worte nicht um Personen etwas mitzuteilen
benutzt keine oder wenig sprachbegleitende oder ersetzende Mimik oder Gestik

Ess-/Trinkverhalten

ißt auffällig, stopft, schlingt, schluckt nicht, kaut nicht
nimmt nur Brei oder Flüssiges oder spezielle Speisen zu sich
schläft schlecht ein oder wacht zu früh auf, liegt stundenlang nachts wach

Checkliste für die Vorsorgeuntersuchung U8
4. Lebensjahr

Merkmale zur Früherkennung


Die unter Oberbegriffen aufgeführten Einzelmerkmale müssen nicht alle vorhanden sein, zum Teil schließen sie sich sogar aus. Es gilt jedoch, dass je mehr Merkmale (in allen Bereichen) gefunden werden, desto eher sollte an das Vorliegen einer autistischen Störung gedacht werden.

Wahrnehmung

kratzt oder klopft, leckt an Gegenständen, Kleidung, Personen
fühlt, riecht oder klatscht an Objekten und Materialoberflächen
verschafft sich Lichteindrücke (grelles Licht, Lichtreflexe), bewegt Dinge vor dem Gesicht
lauscht auf spezielle Geräusche, «überhört» andere (auch laute), scheint taub zu sein
scheint unempfindlich gegenüber Kälte-, Hitze-, Schmerz- und unangenehmen Geschmacksreizen zu sein
fügt sich schmerzhafte Reize zu (z.B. Kopf gegen harte Gegenstände schlagen, in Augen/Ohren bohren, Wunden aufkratzen)
reagiert paradox auf Sinnesreize (z.B. Augen bedecken bei Geräuschen, Ohren zuhalten bei Lichtreizen)
kann sich nur schwer im Raum orientieren
bleibt an Raumgrenzen (z.B. Teppichkante) stehen
wehrt sich gegen das Tragen neuer Kleidung

Spielverhalten

spielt gleichförmig mit Spielzeug
spielt wenig kreativ und fantasievoll
zeigt selten Neugier auf neue Dinge
zeigt selten imitierendes Spielverhalten
hat geringes Interesse an Fantasiegeschichten
zeigt selten «So-tun-als-ob»-Spiel
spielt nie Versteckspiele mit

Sozialverhalten

hat starre Gewohnheiten und schreit, wenn diese durchbrochen werden
reagiert ängstlich oder aggressiv, wenn gewohnte Wege, Zeitpunkte oder Reihenfolgen nicht eingehalten werden
sieht Personen nicht an, schaut an ihnen vorbei
auffälliger Blickkontakt: wenig oder sehr kurz, oder lange und starr, selten direkt, meist peripher
spielt nicht mit Gleichaltrigen, Geschwistern oder Eltern
hat eher zu Erwachsenen als zu Kindern Kontakt
zeigt wenig Distanz gegenüber Fremden
kann Körperkontakt nur zulassen, wenn es Dauer und Art kontrollieren kann
riecht oder tastet an fremden Personen
lächelt oder lacht wenig, wirkt wie ein «ernstes» Kind
nimmt nur zu Teilreizen einer Person Kontakt auf (berührt Haare, spielt mit Halskette usw.)
hat Schwierigkeiten oder ist unfähig, Handlungen von Personen zu imitieren
führt, wenn es etwas will, Person zum gewünschten Gegenstand

Motorik

bewegt stereotyp bestimmte Körperteile und Gegenstände
geht, läuft auffällig (z.B. Zehenspitzengang, hüpfend)
verdreht Augen, Finger, Hände, Hals
wedelt mit den Armen, Händen, Gegenständen
schaukelt oder wiegt sich hin und her
Armflattern und Händeklatschen als Ausdruck emotionaler Erregung
wirkt meist extrem unruhig (erhöhtes Aktivitätsniveau)
wirkt meist extrem antriebsarm (verringertes Aktivitätsniveau)

Sprache

spricht (immer noch) nicht
hört nach Sprechbeginn allmählich wieder auf
produziert stereotyp immer gleiche Laute oder Töne
spricht verwaschen, zu hoch, zu schnell
spricht mit spezieller Melodie, polternd
wiederholt Worte oder Sätze immer wieder (echolaliert)
lacht oft ohne erkennbaren Grund

Ess-/Trinkverhalten

bevorzugt bestimmte Speisen, Getränke, lehnt andere völlig ab
ißt auffällig, stopft, schlingt, schluckt nicht, kaut nicht
schläft schlecht ein oder wacht zu früh auf, liegt stundenlang nachts wach («braucht» wenig Schlaf)

Checkliste für die Vorsorgeuntersuchung für Schulkinder

Wahrnehmung

kratzt oder klopft, leckt an Gegenständen, Kleidung, Personen
fühlt, riecht oder klatscht an Objekten und Materialoberflächen
verschafft sich Lichteindrücke (grelles Licht, Lichtreflexe), bewegt Dinge vor dem Gesicht
lauscht auf spezielle Geräusche, «überhört» andere (auch laute), scheint taub zu sein
scheint unempfindlich gegenüber Kälte-, Hitze-, Schmerz- und unangenehmen Geschmacksreizen zu sein
fügt sich Schmerzreize zu (z.B. Kopf gegen harte Gegenstände schlagen, in Augen/Ohren bohren, Wunden aufkratzen)
reagiert paradox auf Sinnesreize (z.B. Augen bedecken bei Geräuschen, Ohren zuhalten bei Lichtreizen)
kann sich nur schwer im Raum orientieren
bleibt an Raumgrenzen (z.B. Teppichkante) stehen
wehrt sich gegen das Tragen neuer Kleidung
kann reale Gefahren nur schwer einschätzen
hat Angst vor harmlosen Gegenständen oder Situationen
schaut oft nur Teilabschnitte aus einem Film oder einer Werbung an, ist nicht am Gesamtfilm interessiert, erfasst Zusammenhänge nicht
hat ein sehr gutes Gedächtnis z.B. für Wege, Namen, Daten oder Texte

Sozialverhalten

hat wenig oder keinen Kontakt zu anderen Kindern im Kindergarten, in der Schule oder in der Nachbarschaft
nimmt unangemessen Kontakt zu anderen Kindern auf (ist aggressiv gegen Kinder oder Gegenstände, stört andere Kinder, macht deren Sachen kaputt)
es fällt ihm schwer, die Gefühle anderer zu verstehen (reagiert z.B. nicht oder unsensibel auf den Kummer anderer)
kann sich nicht gegen Kinder wehren
hat kein oder ein ungewöhnliches Verlangen nach Trost in Situationen seelischer Not
hat kein Verständnis für soziale Regeln
lacht in sozialen Situationen oft unangemessen
ist wenig sensibel für die Grenzen anderer Personen
stellt häufig im Sozialkontakt stereotype Fragen
hat Schwierigkeiten, in sozialen Situationen abzuwarten
in Wettbewerbssituationen kann es nicht verlieren, will immer erster sein
hat Schwierigkeiten oder ist unfähig, Handlungen von Personen zu imitieren, ahmt allenfalls mechanisch nach
lehnt Körperkontakt ab, wenn es ihn nicht kontrollieren kann
reagiert ängstlich oder aggressiv, wenn gewohnte Wege, Zeitpunkte oder Reihenfolgen nicht eingehalten werden
scheint wie unter Zwang auf Ordnung bedacht zu sein
kann nur schwer freie, unstrukturierte Zeit gestalten
benötigt häufig die Möglichkeit, sich zurückziehen zu können
kann nicht lügen

Spielverhalten

nimmt nicht aktiv an Gruppenspielen teil; spielt lieber allein; benutzt andere Kinder beim Spielen als mechanische Hilfe
hat ein großes Interesse an nicht-belebten Objekten
zeigt wenig kreative und fantasievolle Aktivitäten; ist beeinträchtigt im sozial-imitierenden und «So-tun-als-ob»-Spiel; hat ein geringes Interesse an Fantasiegeschichten
spielt ungewöhnlich lange mit dem gleichen Spielzeug
ordnet immer wieder Spielgegenstände (z.B. Figuren) gleichförmig an
spiel gleichförmig z.B. mit Bindfäden oder Papierschnipseln
beschäftigt sich intensiv mit einem Spezialthema, z.B. Dinosaurier, Geschichtsdaten
sammelt seltsame Objekte (z.B. tote Insekten)
zeigt wenig Neugier auf neue Dinge
will immer wieder die gleichen Lieder und Melodien auf der Kassette hören
läßt sich nur schwer aus seiner Gedankenwelt herausreißen

Motorik

verdreht Augen, Finger, Hände, Hals
wedelt mit den Armen, Händen oder Gegenständen
Armflattern und Händeklatschen als Ausdruck emotionaler Erregung
reibt seine Hände wie beim Waschen
schaukelt oder wiegt sich hin und her
wirkt meist extrem unruhig; nestelt oder manipuliert häufig an Gegenständen herum
wirkt meist extrem antriebsarm, ist körperlich schnell erschöpft
läuft unsicher, hat ein steifes oder staksiges Gangbild
kann schlecht balancieren, hat ein unsicheres Gleichgewichtsempfinden
kann nicht im Wechselschritt die Treppe heruntergehen, verhält sich bei vielen Handlungen sehr unbeholfen (braucht z.B. Hilfe beim An- und Ausziehen)

Sprache

spricht nicht
Ziehen, Reißen des Kommunikationspartners bei Willensäußerungen
benutzt wenig nonverbale Signale (wenig Gestik und Mimik)
kann gestische und mimische Signale anderer nur schwer verstehen
hat eine schlechte Aussprache; stottert oder poltert gelegentlich
hat eine auffällige Sprachmelodie (z.B. hoch, leise, schnell, verwaschen, singend)
führt Selbstgespräche (flüsternd oder laut, auch in verschiedenen Rollen und Stimmen)
singt Melodien, auch ohne die Liedtexte zu verstehen
hat Schwierigkeiten, Mehrfachbedeutungen von Worten zu verstehen und Aufforderungen nachzukommen, reagiert mit mechanischen Wort- und Satzwiederholungen
hat Schwierigkeiten, Fragen zu stellen oder zu beantworten
benutzt vorwiegend Haupt- und Tätigkeitsworte (hat Schwierigkeiten bei der Benutzung von Für-, Verhältnis- und Bindeworten)
hat Schwierigkeiten, Witz, Ironie, Sarkasmus u.ä. zu verstehen

Ess-/Trinkverhalten

bevorzugt bestimmte Speisen, Getränke, lehnt andere völlig ab
ißt auffällig, stopft, schlingt, schluckt nicht, kaut nicht
schläft schlecht ein oder wacht zu früh auf
liegt stundenlang nachts wach («braucht» wenig Schlaf)
Spezielle Fähigkeiten (kontrastierend zu den Verhaltensdefiziten auf anderen Gebieten)

hat besondere künstlerische Fähigkeiten (Malen, Musik o.ä.)
hat besondere mathematische Fähigkeiten
ist besonders geschickt beim Basteln an elektrischen Geräten o.a. Objekten
hat besondere Merkfähigkeiten (behält Teile von Unterhaltungen, speichert komplette Gedichte, Tabellen, Musikpassagen, visuelle Muster, Wegbeschreibungen usw. ab)
hat ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, zeigt große Ausdauer und geht geplant vor, um sich seine Vorlieben und Interessen zu erfüllen

http://www.autismus-magdeburg.de/index.php?f=diagfrueh
Mutter von 3 Autistischen Kindern


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