Wichtiges

Wegweiser zum Forum
Flyer ATZ Therapie
Flyer für Lehrer
Lexikon der Fachbegriffe
Foren-Regeln

Impressum

Impressum

Autor Thema: Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft  (Gelesen 4890 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Y.

  • Gast
Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft
« am: 24. Juni 2013, 21:31:46 »
 wink
« Letzte Änderung: 12. September 2013, 14:30:46 von Yvonne79 »

Online selinas_mami

  • Board Moderator
  • ****
  • Beiträge: 1953
  • hinfallen ist keine schande liegenbleiben schon
  • Art des Autismus: Asperger Autismus
Re: Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft
« Antwort #1 am: 25. Juni 2013, 14:19:32 »
ich bin jagrad bei der lieben familie

letzte woche bei mneiner mutter diese woche bi meiner stiefmutter und meinen geschwistern 10 und 8 jahre

so der große ist starker adhsler  und ehrlich ich hätte mir mehr verständnis erwartet grade weil meine stiefmutter ja weiß  wie das so ist


das verhalten wird von meinert mutter und steifmutter generell als nur reine  zickrei bgetan u8nd alle reden auf selina ein  auch wenn ich dabei bin

ergo  ja sie wissen das aber was anfangen können sie damit nichts
Mami 89
Mein schatz selina 07 asperger autismus

Sash1977

  • Gast
Re: Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft
« Antwort #2 am: 25. Juni 2013, 14:22:00 »
Sage nur bei 85 % aller Leute

 b4


Offline Bianka

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 9390
  • Foren Mutti ;)
  • Art des Autismus: Asperger & Kanner
Re: Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft
« Antwort #3 am: 25. Juni 2013, 17:10:53 »
Leider stimmt es, wenn gerade die Diagnose Autismus im Raum steht, kommen viele "Fragezeichen"
Ich selber wusste nicht einmal was Autismus ist bevor wir die Diagnose bekommen haben.

Wie kann ich von jemanden etwas erwarten, wenn ich meine Erwartungen selber erst einmal stillen muss.

Oft habe ich zu hören bekommen:

  • Das Verwächst sich...
  • Das ist nur eine Phase....
  • Dein Kind ist einfach nur verzogen...
  • Eine Tracht Prügel hat noch keinem Kind geschadet...  *traurig
 
  • Autismus gibt es nicht.....
    • Du hast dein Kind nicht im Griff...
  • bekommt dein Kind genug Liebe?
....
usw usw


Am Anfang stand ich der Situation gegenüber mich rechtfertigen zu müssen und zu erklären....
Das mach ich schon lange nicht mehr!
Meine Kinder sind wie sie sind & ich liebe sie wie sie sind!
Und wer es besser kann soll mal 48 Stunden meinen Job machen  smile
« Letzte Änderung: 25. Juni 2013, 17:12:50 von Bianka »
Mutter von 3 Autistischen Kindern


"Achtung"
Aufgrund von Erkrankung und vielen Behördengängen bin ich vorerst weniger im Forum.
Bei wichtigen Fragen bitte PM an mich, ich werde dann via Email auf mein Handy benachrichtigt.

Offline Moe

  • Globaler Moderator
  • *****
  • Beiträge: 6858
  • Art des Autismus: HFA
Re: Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft
« Antwort #4 am: 16. August 2013, 23:52:35 »
der tollste spruch kam damals von meiner mum: "wie, du willst ihn auf autismus testen lassen? was dann nur die leute sagen?!" muss dazu sagen, dass wir in nem 2500 seelen kaff gewohnt haben, wo tratschen hobby ist smile. "lass sie reden! ist mir sch... egal! die reden dummes zeug und wissen eh alles, auch wenn die mich nicht kennen ... mit, oder ohne testung vom kind", war meine antwort.
ich rechtfertige mich nicht, denn er faellt so nicht, oder kaumauf. und wenn ein dummer spruch kommt, hoff ich, dass mein gegenueber einen frechen konter ab kann - fg.
Et kütt wie et kütt ...

Offline Melanie1976

  • Inventar
  • *****
  • Beiträge: 508
  • Alleinerziehend von zwei Kindern
  • Art des Autismus: Frühkindlicher Autismus
Re: Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft
« Antwort #5 am: 17. August 2013, 09:25:25 »
Mir hat der Chefarzt in der Delmenhorster Kinderklinik mal gesagt Autismus wäre gerade eine Diagnostische modeerscheinung  smiley_emoticons_doh


Offline Moe

  • Globaler Moderator
  • *****
  • Beiträge: 6858
  • Art des Autismus: HFA
Re: Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft
« Antwort #6 am: 17. August 2013, 12:24:14 »
Mir hat der Chefarzt in der Delmenhorster Kinderklinik mal gesagt Autismus wäre gerade eine Diagnostische modeerscheinung  smiley_emoticons_doh

ja ne, is klar. also das nenn ich mal kompetent *lol [/ ironie off]
Et kütt wie et kütt ...

Offline blackbetty2168

  • KmA Profi
  • ****
  • Beiträge: 154
    • Betty-Dogsfashion
  • Art des Autismus: ASS (Asperger, Sozialphobie, Mutismus, Wahrnehmungsstörungen, ADHS)
Re: Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft
« Antwort #7 am: 17. August 2013, 13:39:39 »
Hallo,

ich bekomme nur allzu oft folgenden Satz zu hören:

"Naja, das haben andere Kinder aber auch..."

oder

"Damit haben andere Kinder aber auch Probleme..."

Und ich KANN ES NICHT MEHR HÖREN...!!!

Immer diese Vergleiche mit anderen Kindern und mir wird so eingeredet, ich würde mein Kind überbehüten. Mit solchen Sätzen wird das "Anders-Sein" meines Sohnes kleingeredet und verharmlost.

Meine Familie hat große Probleme mit der Akzeptanz, leider.

Liebe Grüße

BETTY und Q
"Stört es SIE, wie SIE denken?" --- "Öhm...nein..." --- "Sehen Sie, ihn auch nicht...!" (Gespräch mit dem KJP in Bezug auf Quentins Verhalten)

Offline Bianka

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 9390
  • Foren Mutti ;)
  • Art des Autismus: Asperger & Kanner
Re: Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft
« Antwort #8 am: 17. August 2013, 16:58:03 »
Betty, das kenne ich leider auch...
Mutter von 3 Autistischen Kindern


"Achtung"
Aufgrund von Erkrankung und vielen Behördengängen bin ich vorerst weniger im Forum.
Bei wichtigen Fragen bitte PM an mich, ich werde dann via Email auf mein Handy benachrichtigt.

Offline Diana

  • Inventar
  • *****
  • Beiträge: 617
  • Art des Autismus: ASS +ADS
Re: Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft
« Antwort #9 am: 17. August 2013, 21:55:20 »
Hallo,

ich bekomme nur allzu oft folgenden Satz zu hören:

"Naja, das haben andere Kinder aber auch..."

oder

"Damit haben andere Kinder aber auch Probleme..."

Und ich KANN ES NICHT MEHR HÖREN...!!!

Immer diese Vergleiche mit anderen Kindern und mir wird so eingeredet, ich würde mein Kind überbehüten. Mit solchen Sätzen wird das "Anders-Sein" meines Sohnes kleingeredet und verharmlost.

Meine Familie hat große Probleme mit der Akzeptanz, leider.

Liebe Grüße

BETTY und Q


So bekomme ich es auch öffters zu hören.
Der Papa, von meiner Tochter, meinte sogar zu mir: " Ich wolle ihr nur eine neumodische Krankheit
auf's Auge drücken wollen smiley_emoticons_doh
Und ihre Oma sagte letztens: Das gab es 1977 noch nicht....Hab ihr dann ein Buch besorgt zum lesen!!!

Gruß Diana

Offline MA LA

  • Board Moderator
  • ****
  • Beiträge: 2601
  • Art des Autismus: frühkindlicher Autismus
Re: Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft
« Antwort #10 am: 18. August 2013, 14:56:26 »
Es gibt manche die gehen mit der Diagnose sehr gut um . bzw . Mit der Aussage Autismus . Haben Verständnis zeigen Neugier fragen nach .  ja12
Gerne gebe ich dann Auskunft .

Ich muss sagen bevor ich wusste das mein Sohn betroffen ist war Autismus für mich auch ein Buch mit sieben Siegeln . Und noch heute tuen sich mir noch oft Fragen auf .

Daher erwarte ich auch nicht von der Umwelt das sie sich in dem Thema auskennen .

Was ich nur nicht so toll finde sind Menschen die meinen sie sind selbsternannte Professoren nur weil sie vor 10 Jahren Rainman geschaut haben ... hm2

Meine eine Tante ist da besonders schlimm . Sie hat sich noch nie mit den Thema befasst , aber redet so ob sie die Spezialistin auf dem Gebiet ist .

Die Kinder sind ja alle wie normal .
 
Du musst dich mehr so und so mit ihm beschäftigen dann kann er das und das auch lernen .

In der Pupertät verwächst sich das .

Wenn man es einen nicht optisch ansieht dann hat das Kind auch nix .

Vielleicht will er auch nicht hören . .

Du bildest Dir das Dir vielleicht nur ein ...usw ,


Jetzt wird es bei ihm immer offensichtlicher das er anders ist
 und sie hält nun wenigstens etwas den Mund .


Von Fremden höre ich oft ... oh er sieht aber gar nicht so aus  ...

Aber er lacht doch immer ?

Er hat mich aber angesehen .

Vielleicht hört er nur nix ...

Aber Autisten sind doch anders ...


Aber wie gesagt , zum Glück sind nicht alle so  ..
Und viele lassen sich auch erklären was hinter der Erkrankung steckt .

Autismus ist halt immer noch was Exotisches und Fremdes für die meisten Menschen ..

« Letzte Änderung: 18. August 2013, 15:11:32 von mamalars »
Kannerautismus und Globarer Entwicklungsverzogerung,
Durchschlafstörung

Niederrheiner

  • Gast
Re: Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft
« Antwort #11 am: 19. August 2013, 13:29:44 »
Wie ist es bei Euch? Können eure Familienangehörigen mit der Diagnose Autismus etwas anfangen, oder fällt es ihnen schwer diese zu akzeptieren?
Mein Bruder riet mir, meine Diagnose auf alle Fälle zu verheimlichen, weil: "Als Autist bist Du eine tickende Zeitbombe." Dazu muss ich sagen, dass mein Bruder von Beruf Altenpfleger (mobile Altenpflege) ist und dass sein Arbeitgeber im gleichen Kreis eine Autismusambulanz betreibt.

Offline angical

  • Mitglied
  • **
  • Beiträge: 45
Re: Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft
« Antwort #12 am: 19. August 2013, 22:05:00 »
Wie ist es bei Euch? Können eure Familienangehörigen mit der Diagnose Autismus etwas anfangen, oder fällt es ihnen schwer diese zu akzeptieren?
Mein Bruder riet mir, meine Diagnose auf alle Fälle zu verheimlichen, weil: "Als Autist bist Du eine tickende Zeitbombe." Dazu muss ich sagen, dass mein Bruder von Beruf Altenpfleger (mobile Altenpflege) ist und dass sein Arbeitgeber im gleichen Kreis eine Autismusambulanz betreibt.


inwiefern tickende Zeitbombe?
Ich glaube als Mutter ist man wenn überhaupt eine tickende Zeitbombe. Weil man irgendwann keine Lust mehr hat sich "blöde" Sprüche anzuhören oder man verlangt das Verhalten des Kindes zu rechtfertigen.

Ich glaube die meisten Eltern haben Sätze gehört wie:

"Solche Diagnosen sind ja heutzutage schnell gestellt",

"Das hat es früher nicht gegeben",

"Du suchst doch bloss nach einer Entschuldigung für deine Erziehungsfehler",

usw.

Das aber wir gerade Eltern sind die sich um ihr Kind bemühen, Eltern sind, die jede Kleinigkeit in der Entwicklung ihrer Kinder zu schätzen wissen und Eltern sind die , und das vor allem, jederzeit für ihr Kind da sind, das wird allgemein von der Gesellschaft "übersehen".
Grüble nicht über vergangenes,
du kannst nichts ungeschehen machen,
Sorge dich nicht um die Zukunft,
es kommt sowieso anders,
sondern nutze das "Heute",
es steht mit offenen Armen vor dir.
Glaub´mir, so gibst du Wundern eine Chance!

Niederrheiner

  • Gast
Re: Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft
« Antwort #13 am: 20. August 2013, 22:26:41 »
inwiefern tickende Zeitbombe?
Die Antwort ist er mir bis heute schuldig geblieben.

Er meinte nur sowas wie, es könnte sein, dass man mir aufgund meines jetzt erst diagnostizierten Autismus den Führerschein abnimmt oder dass man mich dauerhaft in eine Psychiatrie steckt oder so ähnlich.

Offline Moe

  • Globaler Moderator
  • *****
  • Beiträge: 6858
  • Art des Autismus: HFA
Re: Akzeptanz der Diagnose Autismus in der Gesellschaft
« Antwort #14 am: 21. August 2013, 07:29:48 »
fuehrerschein weg, oder mit einschraenkung, kenne ich nur von epileptikern, wo das ja auch sinn machen kann, je krankheitsbild.

und geschlossene psychiatrie ist quatsch!!! ein asperger oder HFA hat die gleiche chance theoretisch "durchzuknallen" wie ein NTler. sollen denn jetzt alle auf die vermutung hin, dass was sein koennte, "eingesperrt" werden? in dem fall wuerde die psychiatrie ueberfuellt sein sor

@ niederrheiner, ich denk, da brauchst du dir auch wg. der spaeten diagnose keine dorgen machen ...
Et kütt wie et kütt ...

 

Powered by EzPortal